Back to nature: Die 5 schönsten Aktivitäten in Schweden

Schweden – Land der Elche, Nordlichter, Wälder, Fleischbällchen und Seen. Auch mich zieht es mindestens einmal im Jahr in den Norden. Immer in einen anderen Ort, in eine andere Stadt, an einen anderen See. So unterschiedlich die Urlaube auch sind – ein paar Abenteuer dürfen für mich in keinem Schweden-Urlaub fehlen. Das Beste: Man kann sie fast überall im Land erleben, sie kosten wenig bis gar kein Geld und begeistern jedes Mal aufs Neue. Ganz gleich, ob du zum ersten Mal nach Schweden fährst oder ob du ein Skandinavien-Profi bist – wenn du die folgenden Aktivitäten in Schweden noch nicht ausprobiert hast, solltest du sie unbedingt mal testen!

 

1. Elche beobachten in schwedischen Wäldern

Hierzulande sieht man sie Besonderes Erlebnis in Skandinavien: Elche beobachtenmaximal im Wildpark, meisten jedoch eher im Fernsehen: Elche. In Schweden sind sie eigentlich überall zu finden. Etwa 350.000 Tiere leben in Schweden. Und die Wahrscheinlichkeit, einem über den Weg zu laufen, ist vor allem in Mittelschweden ziemlich hoch. Wobei „über den Weg laufen“ hier der falsche Ausdruck ist. Denn die Wahrscheinlichkeit ist am höchsten, wenn man mit dem Auto unterwegs ist. Vor Fußgängern nehmen sich die beeindruckenden Tiere in Acht und verschwinden, bevor man sie auch nur gehört hat – von Autos scheinen sie sich hingegen gar nicht stören zu lassen. Jedenfalls äsen sie friedlich weiter, wenn ein vierrädriges Gefährt vorbeikommt.

Deshalb mein Tipp: Einkäufe in Schweden in der Dämmerung und mit dem Auto erledigen und vor allem an Lichtungen und Waldrändern Ausschau nach Elchen halten.

 

2. Geld gewinnen (und vor allem verzocken) beim Trabrennen

Sportliche Aktivität in Schweden: Trabrennen

Was hier kaum Beachtung findet, ist in Schweden großer Volkssport: Trabrennen locken regelmäßig viele Zuschauer auf die Bahnen und in die Wettbüros. Ein Ausflug zur nächsten Trabrennbahn lohnt sich allemal – auch, wenn man nicht allzu viel Ahnung vom Trabrennsport hat. Besonders aufregend ist der Besuch einer der drei großen Bahnen Jägersro bei Malmö, Åby südlich von Göteborg und Solvalla in der Nähe von Stockholm.

Ein Muss: Selbst einen Wettschein abgeben! Denn dann fiebert man so richtig mit und die Spannung steigt ins Unermessliche. Und dafür muss man noch nicht einmal tief in die Urlaubskasse greifen: Das schwedische Wettsystem erlaubt es auch, kleine Summen einzusetzen. Aber Vorsicht! Auch Kleinvieh macht Mist und schnell werden aus kleinen Beträgen große. Am besten vorher ein Budget festlegen. Dann steht einem gelungenen Ausflug nichts im Wege.

 

3. Chokladbollar und Kaffee beim Fika

Kaffee-und-Kuchen-Zeit heißt in Schweden Fika – und wird von Jung und Alt zelebriert. Die Schweden lieben Kaffee; immerhin 3,5 Tassen trinkt jeder Schwede im Schnitt täglich. Und dafür nehmen sie sich Zeit. Ob bei der Arbeit (auch gerne mal während eines Meetings) oder in der Freizeit: Fika machen die Nordeuropäer oft mehrmals am Tag.

Als Urlauber sollte man sich da einfach anschließen. Auch wenn sich Stress und Hektik im Schweden-Urlaub ohnehin in Grenzen halten, sollte man hin und wieder ganz bewusst ein Kaffeepäuschen einplanen. Zumindest wenn man es den Schweden gleichtun will. Besonders empfehlen kann ich süße Chokladbollar – leckere Schokoladenbällchen, die es mit Kokos- oder Hagelzuckermantel in jedem Café gibt. Köstlich!

 

4. Die Seele baumeln lassen – und nebenbei das Abendessen angeln

Zugegeben, ich bin kein Angel-Profi. Ich esse nicht einmal besonders gerne Fisch. Dennoch ist Angeln eine meiner liebsten Aktivitäten in Schweden. Angeblich gehört nicht viel dazu, in Schweden einen Fisch aus dem Wasser zu ziehen, besonders häufig ist es mit bisher trotzdem nicht gelungen. Aber der Erfolg muss auch gar nicht im Fokus stehen. Wie so oft gilt auch hier: Der Weg ist das Ziel. Und wie schön ist der Weg, wenn man mit einem kleinen Boot über den einsamen See rudern, den Blick über Wiesen und Wälder wandern lassen und dabei einfach nur der Natur lauschen kann? Das Land hat fast 100.000 Seen zu bieten – kein Wunder also, dass die Schweden über überfüllte Angel- und Badeseen nur müde lächeln können. Für Angel-Urlauber bedeutet das Entspannung pur! Das Schöne: In Schweden darf man auch ohne Angelschein angeln. Für die meisten öffentlichen Seen benötigt einfach nur eine Angelkarte. Die ist nicht teuer und passt eigentlich in jedes Urlaubsbudget.

 

5. Der Himmel brennt: atemberaubende Polarlichter im Winter

Wenn die VerstoAktivität in Schweden für Romantiker: aurora borealis beobachtenrbenen versuchen, Kontakt zu den Einheimischen aufzunehmen, entstehen am Himmel wabernde und mystisch schimmernde Lichter – so zumindest die Legende der Samen und anderer nordischer Völker.

Wer die Polarlichter einmal zu Gesicht bekommen hat, kann diese Deutung absolut nachvollziehen. Physik hin oder her, wenn die aurora borealis am Himmel erscheint, treibt es mir die Tränen in die Augen. Zu unwirklich erscheint das Spektakel am Himmel vor der Kulisse der schneebedeckten Wälder und Seen. Und dafür lohnt es sich, ein paar Hindernisse zu überwinden: Denn zugegeben, eine Reise zu den Polarlichtern ist nicht gerade günstig, das Angebot an Unterkünften eher klein – es gibt einfach kaum Städte so weit im Norden. Das hat aber einen entscheidenden Vorteil: Es ist recht einfach, einen Platz mit geringer Lichtverschmutzung zu finden – eine gute Voraussetzung, um die Polarlichter in ihrer vollen Pracht genießen zu können.

 

„Es ist idiotisch, sieben oder acht Monate an einem Roman zu schreiben, wenn man in jedem Buchladen für zwei Dollar einen kaufen kann.“ (Mark Twain) Irgendwann versuche ich es trotzdem einmal.

Judith

"Es ist idiotisch, sieben oder acht Monate an einem Roman zu schreiben, wenn man in jedem Buchladen für zwei Dollar einen kaufen kann." (Mark Twain) Irgendwann versuche ich es trotzdem einmal.